Forschungsbericht 1999-2000   
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Fachbereich 05 - Medizinische Fakultät
Insitut für Medizinische Physik und Biophysik
Molekulare Zellbiologie
 


Molybdän-Cofaktor-Defizienzen

Die Molybdän-Cofaktor-Defizienzen sind derzeit unheilbare Krankheiten, die autosomal-rezessiv vererbt werden und zum Tod im frühen Kindesalter führen. Nach der Charakterisierung der Gene MOCS1 und MOCS2 und dem Nachweis krankheitsverursachender Mutationen in diesen Genen haben wir inzwischen gezeigt, daß in seltenen Fällen auch Mutationen im Gephyrin-Gen diese Krankheit auslösen können. Gephyrin war bis jetzt lediglich als Cluster-Protein für Neurotransmitter-Rezeptoren bekannt. Sequenzähnlichkeiten zu Synthesegenen, die für die Bildung des Molybdän-Cofaktors notwendig sind, legten allerdings eine Beteiligung an diesem Syntheseweg nahe. Diese Vermutung wurde durch unsere Ergebnisse bestätigt. Darüberhinaus konnten wir in Zellkultur-Experimenten zeigen, daß diese spezielle Krankheitsform evt. durch die Gabe hoher Dosen von Molybdat geheilt werden kann.

Drittmittelgeber:

DFG

Beteiligter Wissenschaftler:

Jochen Reiss

Veröffentlichungen:

Reiss, J.: Genetics of molybdenum cofactor deficiency. Hum Genet 106 (2000) 157-163

Reiss, J., S. Gross-Hardt, E. Christensen, P. Schmidt, R.R. Mendel, G. Schwarz: A mutation in the gene for the neurotransmitter receptor-clustering protein Gephyrin causes a novel form of molybdenum cofactor deficiency Am J Hum Genet 68 (2001) 208-213

 
 
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Hans-Joachim Peter
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Datum: 2001-10-09