NS-Hochschulpolitik und die Folgen

Herman-Walther Frey: Ministerialrat, Wissenschaftler, Netzwerker

Die Fächer Musik-und Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte sowie die Theologien und etliche andere geisteswissenschaftliche Fächer betreute er an allen Universitäten im Reichsgebiet. Der Musikwissen­schaftler und Kunsthistoriker Herman-Walther Frey (1888-1968) war als Ministerialrat im NS-Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung tätig. Weil bislang kaum etwas über die tatsächliche Machtbefugnis des zudem studierten Juristen im Kontext der NS-Hochschulpolitik bekannt ist, veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Münster am 7. und 8. März ein interdisziplinäres Symposium über den weithin "Unbekannten". Die Veranstaltung im Festsaal der Universität, Schlossplatz 5, ist öffentlich, der Eintritt frei.

Musikwissenschaftler Prof. Dr. Michael Custodis geht davon aus, dass vermutlich die meisten Karrieren von Forschern und Hochschullehrern in den von Herman-Walther Frey während der NS-Zeit betreuten Fächern direkt auf sein Wirken zurückgingen. Die Konsequenzen seiner Personalpolitik habe die Fächer auch noch bis weit in die Nachkriegszeit geprägt. Gemein­sam mit Historikern, Kunsthistorikern, Theologen und Archäologen soll die Tagung die Spurensuche nach diesem ein­flussreichen Unbekannten aufnehmen.

Weitere Infos zur Veranstaltung


Rubrik: Tagungen und Kongresse
Zeitraum: 07.-08.03.2013
Ort:  
Festsaal der WWU Münster, 
Schlossplatz 5, 
Eintritt: Eintritt frei
Veranstalter/ Kontakt: Inst. f. Musikwissenschaft und Musikpädagogik - Abt. Musikpädagogik
Philippistr. 2
48149 Münster
seyfi@uni-muenster.de
0251 / 83 29246 oder -247


 

 


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